In diesem zweitägigen Aufbaumodul wird die professionelle Gesprächsführung im Kontext von Antirassismus-Beratung vertieft. Der Workshop richtet sich an Antirassismus- und Antidiskriminierungsberater*innen (besonderes aus Community-Kontexten), die bereits praktische Erfahrung in der Begleitung von Diskriminierungsfällen mitbringen.
Im Zentrum steht das Verständnis für die Situation (akut)traumatisierter Personen: Es wird ein grundlegendes Wissen darüber erarbeitet, wie sich Traumatisierungen in Abgrenzung zur anderen psychischen Belastungen in Beratungssituationen darstellt. Der Fokus liegt darauf, körperliche und emotionale Stressreaktionen sowie Signale sekundärer Viktimisierung im Gespräch zu erkennen und, da wo angemessen, mittels Psychoedukation ansprechbar zu machen.
Gleichzeitig wird die eigene professionelle Haltung gestärkt: Mittels Selbsterfahrung werden Strategien zur Selbstregulation vermittelt, um die eigene psychische Gesundheit zu schützen und sekundärer Traumatisierung vorzubeugen. Anhand von praktischen Übungen wird gelernt, wie im Beratungssetting Sicherheit und Orientierung hergestellt, Trigger berücksichtigt und klare Grenzen der eigenen Rolle gewahrt werden kann. Dabei soll eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Möglichkeiten und Grenzen im Beratungskontext erarbeitet werden. Auch die Entwicklung von Weiterverweisungsstrategien ist Bestandteil des Moduls.
Der Workshop ist partizipativ und praxisnah gestaltet: Anhand von Fallbeispielen, Reflexionsübungen und geleiteten Gesprächen wird die Handlungssicherheit im Umgang mit traumatisierten Ratsuchenden gestärkt – empowernd, ressourcenorientiert und auf Augenhöhe.
16.06.2026: 9:00–17:00Uhr
17.06.2026: 9:00–17:00Uhr
Wichtiger Hinweis: Bitte beachtet, dass wir leider keine Kosten für Anreise und Unterkunft übernehmen können. Wir bitten euch, diese selbstständig zu organisieren.
Anmeldung: https://info.antidiskriminierung.org/aufbaumodule-cbb

