Basismodul: Spezifik Gewalt und Diskriminierung in der Beratungsarbeit gegen Rassismus
Datum: 07.10.2026 um 9:00 - 17:00 Kosten: Kostenlos
Dieser Workshop richtet sich an (angehende) Berater*innen im Kontext der community-basierten Beratung gegen Rassismus. In diesem Modul der Basisqualifizierung soll es um theoretische und praktische Zugänge zum Thema Gewalt im Beratungskontext gehen. Dabei wird sowohl auf den historischen Kontext eingegangen als auch Grundlagen vermittelt, die sich mit den Themen Viktimisierung und sekundäre Viktimisierung beschäftigen. Konkret geht es dabei insbesondere auch um die Rolle von Traumata im Beratungskontext gegen Rassismus. Mit unterschiedlichen Methoden und Übungen werden die Teilnehmenden eingeladen, Wissen zu erlangen sowie zu erweitern und anhand konkreter Praxisbeispiele die Beratungsarbeit zu reflektieren. Behandelt werden u.a. folgende Fragen:
- Was ist Gewalt? Was ist Rassismus-spezifische Gewalt?
- Wie hängt diese mit kolonialrassistischen Denkweisen und deren Fortdauer im Nationalsozialismus heute zusammen?
- Was ist mit Viktimisierung und sekundärer Viktimisierung gemeint?
- Welche Opfer/Betroffenenerfahrungen gibt es im Kontext der Beratung rassistischer Gewalt und Diskriminierung?
- Was muss ich im Hinblick auf eine traumasensible Herangehensweise zum Schutz Ratsuchende und für mich als Berater*in beachten?
Der Workshop ist niedrigschwellig und partizipativ gestaltet.
Die Teilnahme an diesem Basismodul ist eine der zwingenden Voraussetzungen für den Erwerb des Zertifikats für Berater*innen in der Community-basierten Beratung gegen Rassismus.
BIO Müge Zünbül
Müge Zünbül ist seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Menschenrechtsbildung am Deutschen Institut für Menschenrechte. Dort bewegt sie die Themen, Menschenrechtsbildung und Antidiskriminierung und forscht im Qualitativen Forschungsprojekt zu Lernprozessen in rassismuskritischen Erwachsenenbildungskontexten „ABRAKA“. Ihren Master und Bachelor of Arts in Soziologie absolvierte sie an der Universität Hamburg. Sie war einige Jahre in der Beratungsarbeit tätig, bei der Institutionen und Einzelpersonen bei Vorfällen von Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus beraten und weitergebildet werden. Zuvor war Müge Zünbül Mitarbeiterin an der Universität Hamburg im qualitativen Forschungsprojekt „Partizipation mehrfach diskriminierter Menschen am Arbeitsmarkt. Ableism und Rassismus – Barrieren des Zugangs“. Seit 2008 bietet sie freiberuflich Bildungsangebote an zu Themen von Intersektionalität, Rassismus, Gender, (extreme) Rechte in Deutschland und Kontinuitäten des Nationalsozialismus.

